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Ein Tag auf der EXPO 2000

Heute ist der 23. Juni 2000 und es ist soweit – unser erster EXPO-Besuch. Wir haben über meine Firma günstige Mitarbeiter-Karten bekommen, Tageskarten, die ab 9 Uhr gültig sind. Aber nur kein Stress, wenn mal schon mal einen Tag frei hat. Also fahren wir erst gegen 10 Uhr mit der Stadtbahn los. Umsteigen am Kröpcke, dort in die Linie 6 (16 geht auch) zur Station EXPO-Ost.

Da ich ja nun auch beruflich jede Menge Infos über die EXPO sammle und diese im Firmen-Intranet bereitstelle, habe ich schon einen groben Überblick, was interessant sein könnte. Unser Plan sieht daher erst einmal den Besuch des Ost-Geländes vor. Dort wollen wir uns einige Pavillons anschauen, dann mit der Seilbahn zur Endstation Nord-West fahren, und von dort aus einen Rundgang zurück zu den Hallen mit den Themenparks machen. Mal sehen, wie weit wir kommen werden.

Seilbahn

Ankunft 10:45 Uhr am Eingang Ost. Tickets einschieben, durchs Drehkreuz durch. Keine Kontrolle, ab wir tatsächlich berechtigte Besitzer der ermäßigten Karten waren.

Das Wetter scheint ideal für den EXPO-Besuch: Nachdem wir in den Tagen zuvor eine extreme Hitze hatten, ist es heute angenehm warm, teilweise bewölkt, allerdings sind auch einige Regenschauer vorhergesagt.

Gipsköpfe im Deutschen Pavillon Auf der Plaza angekommen, entscheiden wir uns zuerst für einen Besuch im Deutschen Pavillon. Also auf in die erste Warteschlange: Wartezeit ca. 15-20 Minuten.

Viel zu schnell sind wir an den diversen Gipsköpfen vorbei. Keine Chance, sich alle anzusehen, denn wir müssen uns sofort entscheiden, ob wir die Treppe zur 5-, 8- oder 11-Meter-Galerie nehmen wollen.

So erfahre ich nicht, wer der berühmte Hund direkt am Eingang ist.

Noch ein paar Minuten warten bis zum Einlass in die Show-Halle. Dann startet die Multimedia-Show:
Als Zuschauer auf einer Brücke befinden wir uns plötzlich in einem deutschen Hinterhof und blicken in die Fenster der Nachbarn.

Wie in einem Aufzug fahren wir an den Fenstern vorbei – oder ist es doch umgekehrt und die Fenster fahren an uns vorbei? Eine Sommerparty zum Beispiel: Plötzlich erheben sich bunte Lampions vom Boden der Halle und verschwinden an der Decke. Am Boden blicken wir auf einen gedeckten Tisch mit leckeren Speisen ...

Mehr als diese wenigen Eindrücke kann ich gar nicht beschreiben, das muss man sich selbst ansehen.

"Die Maus" im Deutschen Pavillon
Das DDR-Sandmännchen im Deutschen Pavillon

Nach der Show geht es in die Halle mit Impressionen aus ganz Deutschland. Dort stehen zum Beispiel Exponate wie ein uralter VW-Käfer, das Space-Lab, ein Modell des Berliner Reichstags, und, und, und ...

Deutschlands Errungenschaften Bilder aus Deutschland

An einem künstlichen "Baum" hängen Monitore an den Ästen, die Bilder aus Deutschland zeigen. Es gibt noch Räume mit Mini-Shows, fast wie im Puppentheater. Dort geht es um verschiedene Themen wie zum Beispiel "Versorgung im Rentenalter" oder "Flexibilität der Unternehmer". In die Bühnenbilder werden die digitalen Figuren projiziert, die die Geschichten erzählen.

Zwei von diesen Shows reichen uns dann und wir treten aus der abgedunkelten Halle wieder an das Tageslicht.

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